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Beschreibung der Burgruine Wieladingen

 
 

Die Burg Wieladingen wurde erstmals im Jahr 1260 als Besitz der Herren von Wieladingen urkundlich erwähnt. Man geht davon aus, dass sie bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde.
(Heute nimmt man an, dass sie eine Vorgängerburg hatte:
die
Heidenschmiede, weiter nördlich am Rand des Murgtals gelegen.)

Seit 500 Jahren Ruine!

Sie liegt auf einem schmalen Sporn [Spornburg], ca. 90 m über dem Murgtal. Dieser Lage ist es zu verdanken, dass die Burg, die bereits seit dem 15. Jahrhundert zur Ruine zerfällt, bis heute so gut erhalten ist. So musste sie das Schicksal vieler anderer Burgruinen, den Bewohnern des Umlandes als günstigen Steinbruch zu dienen (Heidenschmiede!), nicht teilen.

Umso höher ist die Leistung der Erbauer zu bewerten. Wie konnten sie die mächtigen unförmigen Steine für den Bergfried und die wuchtige Westmauer herbeischaffen? Selbst heute wäre dies ein logistisches Problem, denn der Einsatz moderner Maschinen wird durch die extreme Lage weitgehend verunmöglicht, wie sich zuletzt bei den Rettungsarbeiten zeigte.

 

Grundriss

 

Der Grundriss zeigt die Teilung der Burg in:
  • Bergfried
  • Oberburg &
  • Unterburg.


 
Der Bergfried
Bergfried mit Oberburg

Der Bergfried

Zweifellos ist der Bergfried der beeindruckendste Teil der heutigen Ruine. Seine Höhe wird mit 25 bis 28 m, manchmal auch mit 32 m angegeben. Die Unterschiede resultieren aus der Messweise:

Da er auf unebenem Felsgrund errichtet wurde, differiert die Länge der gemauerten Kanten erheblich. Misst man vom Boden der Oberburg, ergibt sich nochmals ein anderer Wert. Den Besteiger des Turms interessiert das nur am Rande, blickt er doch nicht nur hinab in die Burg, sondern direkt hinunter in die Murgschlucht und das sind dann noch mal 90 m !

Die Höhe des Bergfrieds erscheint beinahe übertrieben, doch macht sie durchaus Sinn:
Erst von ganz oben gerät der zur Burg gehörenden Lehnhof in den Blick und auch die Lochmühle war ohne den heutigen Baumbestand von dort zu sehen.
Überdies war das Murgtal früher der Hauptzugang in den Hotzenwald und nach Herrischried Der Weg steigt sanft an und ist so auch für Pferdefuhrwerke geeignet. In seinen Ausbau - 4 Felstunnels! - investierte man viel.

 
Detail Bergfried
 
Der Blick über den Rhein nach Kaisten (Schweiz)
stellte die Sichtverbindung zur nächsten Burg her.
 
Blick nach Süden hinab ins Murgtal
 
Oberburg
Die Oberburg mit den Resten der Toranlage
 
Hohlraum unter der Oberburg
Hohlraum unter der Oberburg
 
Blick aus dem Hohlraum auf die Unterburg
Blick aus dem Hohlraum auf die zweigeteilte Unterburg
 
Unterburg
Die Unterburg mit der Westmauer von ganz oben
 
 
Blick von außen (Westen) auf die Burg
Blick von außen (Westen) auf die Burg
 
Blick von der Unterburg zur Oberburg mit Bergfried
Blick von der Unterburg zur Oberburg mit Bergfried.
 
Tafel in der Burg
Tafel in der Burg

Der Förderverein Burgruine Wieladingen freut sich über jede Spende, sie Sie bei Ihrem Besuch im Spendenkässle deponieren! - Vielen Dank!
 
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